Rücken oder Wirbelsäule oder was ?
Ob es was hilft weiss ich nicht, ob es schadet auch nicht.
Die Wirbelsäule als Achsenorgan stabilisiert einerseits die aufrechte Haltung, anderseits hat sie die nötigen Bewegungen zuzulassen.
Die größte Beweglichkeit geht von der Hals- und Lendenwirbelsäule aus.
Altersbedingte Verschleißerscheinungen führen in diesen Segmenten schon frühzeitig zu einer allgemeinen Qualitätsminderung des Achsenorgans. Die Qualitätsminderung des Bandscheibengewebes mit Verlust der Pufferfunktion wird als "Bandscheibenvorfall" bezeichnet. Die damit einhergehende mechanische Überlastung der kleinen Wirbelgelenke führt zu einer vorzeitigen Verschleiß und zu Kreuzschmerzen.
Hauptursache für diese Verschleißprozesse sind einerseits Wirbelsäulenbelastungen, langes Sitzen und Stehen, Zwangshaltungen oder vorn übergebeugte Arbeitstätigkeit sowie das Heben und Tragen von schweren Lasten. Der hierbei am meisten betroffene Abschnitt des Achsenorgans ist die untere Lendenwirbelsäule. Obwohl sie anatomisch am kräftigsten ausgebildet ist, unterliegt sie den stärksten Belastungen und damit vermehrt degenerativen Abnutzungserscheinungen.
Das auch jüngere Menschen zunehmend über Rückenschmerzen klagen liegt vor allen an einem zu schwachen Muskelkostüm. Eine kräftige Rückenmuskulatur und rückengerechtes Verhalten sind dagegen in der Lage, eine Schutzfunktion zu übernehmen, indem sie die betroffenen Bewegungssegmente stabilisieren, die Belastung der Bandscheiben und Wirbelgelenke herabsetzen und somit Rückenschmerzen verhindern.
Eine schlechte Körperhaltung, vor allem das stehen im Hohlkreuz, zusammen mit schlaffen Bauchdecken führt zu Überlastung der unteren Wirbelsäulensegmente. Jede Köperhaltung die von der physiologischen Stellung der Wirbelsäule abweicht, belastet vermehrt Bandscheiben, Bänder, Wirbelgelenke und Muskulatur, insbesondere bei ruckartigen Bewegungen und bei gleichzeitigem Heben von Lasten.
Auch Wirbelsäulen Fehlhaltungen wie Rundrücken und Hohlrücken führen zur Überlastung der Rückenmuskulatur und zu Rückenschmerzen. Gerade in diesen Fällen ist die Muskelkräftigung und das Rückentraining besonders wichtig, weil damit gleichzeitig das Fehlverhalten korrigiert werden können. Mit einzubeziehen in ein aktives Trainingsprogramm sind insbesondere die Schulter-, Gesäß- und Bauchmuskulatur, da sie eine wesentliche Stabilitätsfunktion ausüben.
Die ständigen Nacken- und Kopfschmerzen vieler Menschen in sitzenden Positionen beruhen größtenteils auf einer statischen muskulären Überlastung der Halswirbelsäule mit einhergehenden Verspannungen der Schulter- Nackenmuskulatur. Gerade in diesen Fällen kann eine vermehrte muskuläre Stabilisierung und Kräftigung Abhilfe schaffen.
Eine korrekte Haltung kann daher im großem Maße die Belastung der Wirbelsäule herabsetzen. Bandscheiben, Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln entlasten und erholen sich am besten in der horizontalen Ruhelagerung. Hierbei führt eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme zu einem erhöhten Bandscheibenturgor und damit zu einer verbesserten Pufferfunktion. Insofern ist ein ausgewogener Wechsel zwischen Belastung und Entlastung eine westliche Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Wirbelsäule.
Es wird klar, wie wichtig es ist, Spitzenbelastungen der Wirbelsäule durch rückengerechtes Verhalten zu vermeiden und durch gezieltes Training die Leistungsreserven der schützenden Muskulatur zu erhöhen.
Quelle : Dr. med. Hans Bürkle 76133 Karlsruhe Bürgerstaße 16
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Falsch Sitzen
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Richtig Sitzen
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Bei überwiegend sitzender Tätigkeit sollte man folgendes beachten :
- Lehne so einstellen dass der Rücken ca. 15-20 cm über der Sitzfläche gestützt wird.
- Nicht längere Zeit ununterbrochen in der gleichen Sitzhaltung verbleiben.
Zwischendurch aufstehen. Streckübungen durchführen.
Die Bandscheiben leben von der Bewegung.
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Falsch Stehen
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Richtig Stehen
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Wenn man mal stehen muss :
- Höhe der Arbeitsfläche so wählen, dass man bequem aufrecht stehen kann.
- Wenn möglich, abwechselnd ein Bein hochstellen. (z.B. auf eine Kiste)
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Falsch Heben
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Richtig Heben
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Heben und Tragen von Zeugs :
- Machen wir es wie die Gewichtheber.
In die Knie gehen, das Zeugs anheben und mit geradem Rücken hochgehen.
- Beim Tragen von Lasten das Gewicht verteilen.
Lieber zwei kleine Taschen als eine große und schwere.
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Falsch Bücken
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Richtig Bücken
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Bücken beim Staubsaugen Bügeln Kehren usw. :
- Aufrecht stehen. Eventuell einen Fuss abwechselnd hochstellen.
- Beim Staubsaugen ein langes Saugrohr verwenden.
Wenn unter die Schränke geht, ab in die Hocke oder hin knien.
Nicht lange in gebückter Haltung arbeiten,
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Falsch Liegen
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Richtig Liegen
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Im Bett rumliegen :
- Eine Matratze mit Furz Kuhle wegschmeissen.
- Die Unterlage sollte fest und die Matratze weich sein, damit der Körper überall aufliegt.
- Keine zu grossen oder dicke Kissen verwenden, die den Oberkörper in halbe Sitzlage bringen.
Günstig ist ein kleines und flaches Kissen zur Unterstützumg von Kopf und Nacken.
Das richtige Schuhwerk :
- Schuhe mit weichen Sohlen bevorzugen. Stossdämpfung für Wirbelsäule und Gelenke.
- Keine hohen Absätze. Je höher der Absatz, desto stärker die Belastung der Lendenwirbelsäule.
(Hohlkreuzstellung)
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Allgemeines zu den Übungen
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- Täglich 5 Minuten üben ist besser als eine halbe Stunde pro Woche.
- Nie gegen den Schmerz üben. Ein leichter Muskelkater ist unbedenklich.
- Jede Übung 2-3 Mal wiederholen bei Zwischenpausen von ca. 15 Sekunden.
- Bei den Spannungsübungen die Anspannung ca 5-10 Sekunden halten.
- Beim Üben das richtige Maß finden. Zu wenig bringt nichts. Zu viel schadet.
- Nicht den Mut verlieren. Erfolge stellen sich erst nach längerem Üben ein.
- Übermäßige Bewegungen in vorgeschädigten Bewegungselementen sind unbedingt zu vermeiden.
Wenn Schmerzen auftreten sofort ab zum Onkel Doktor.
- Besonders auf die Atmung achten ! Keine Pressatmung, sondern gleichmäßig weiteratmen.
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Beckenbalance - aufrechte Sitzhaltung :
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Pendeln Sie sich locker ein in die aufrechte SitzhaltungzwischenRundrücken und Hohlreuz bei leichter Hohlreuzstellung = Ausgangsstellung der Beckenbalance. Anschließend Gesäß- und Bauchmuskulatur anspannen. Schulterblätter nach hinten unten zusammenführen, dabei ruhug weiteratmen, keine Pressatmung.
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Ziel : aufrechte Sitzhaltung, aktive Aufrichtung der Wirbelsäule, richtige Atemtechnik. Körperwahrnehmung.
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Grundspannung im Sitz :
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Füße Schulterbreit aufsetzen und Rücken gerade halten. Füsse nach unten stemmen, Bauch und Gesässmuskulatur anspannen = Grundspannung. Jetzt Schultern aktiv nach unten drücken, Kopf zieht nach oben. (Streckung der Wirbelsäule) Anschließend Schultern nach oben ziehen, Spannung halten und wider nach unten drücken, danach Schultern vorwärts und rückwärts kreisen. Achtung : Auf eine entspannte Kopfhaltung achten. Kopf nach hinten mit einem leichten Blick nach oben.
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Ziel : Mobilisierung und Kräftigung der Schulter-Nacken-Muskulatur.
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Grundspannung im Sitz :
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Aufbauen wie Übung 2. Jetzt die Schultern nach hinten unten drücken (Schulterblätter zusammenführen), kurz halten, anschließend nach vorne oben (Schultern Richtung Nase) schieben. Immer darauf achten das der Kopf nach oben zieht und die Bauch- und Gesässmuskulatur angespannt sind.
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Ziel : Dehnung und Kräftigung der Brust- und Schultermuskulatur.
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Grundspannung im Sitz :
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Die Daumen in die Achseln legen und mit den angewinkelten Armen vorwärts bzw. rückwärts kreisen. Dabei grosse Kreisbewegungen im Schultergürtel ausführen.
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Ziel : Mobilisierung und Kräftigung der Schulter-Nacken-Muskulatur.
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Grundspannung im Sitz :
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Die Hände hinter dem Kopf verschränken und langsam durch Druck gegen die Hände Spannung aufbauen. Danach die Spannung wieder langsam reduzieren. Den Druck nur so stark aufbauen , wie die Spannung noch angenehm ist.
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Ziel : Stabilisierung der Halswirbelsäule, Kräftigung der Nackenmuskulatur.
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Grundspannung im Sitz :
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Arme seitwärts ausstrecken. Die gestreckten Arme möglichst weit nach vorne und hinten drehen, dabei auf den Kopfschub nach oben achten. Variante : Arme seitwärts halten und kleine Kreise vorwärts und rückwärts drehen. - lockern
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Ziel : Mobilisierung des Schultergürtels. Stabilisierung der Nacken- und Schultermuskulatur.
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Grundspannung im Sitz :
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Arme gebeugt nach oben nehmen. Ellbogen nach hinten ziehen. Schulterblätter nach hinten ziehen und mit den Händen gegen einen gedachten Widerstand drücken. Decke hochheben.
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Ziel : Kräftigung der Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur.
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Strecksitz :
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Oberkörper aufrecht halten und die Knie durchdrücken. Die Zehen heranziehen und den Kopf nach oben strecken.
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Ziel :Dehnung der rückwärtigen Beinmuskulatur, Körperspannung.
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Arme nach oben nehmen (Abbildung) und den Rumpf langsam nach rechts und links drehen.
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Ziel : Kräftigung der Rumpfmuskulatur, Mobilisierung der Wirbelsäule.
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Rückenlage :
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Die Arme liegen locker neben dem Körper. rechtes Bein anwinkeln und so über das linke Bein legen, so das das rechte Bein den Boden berührt. Aus dieser Position Spannung aufbauen, indem man die rechte Schulter Richtung Boden zieht. Wichtig ! Das rechte Knie sollte am Boden bleiben. Wechsel auf die andere Seite.
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Ziel : Dehnung der Rumpfmuskulatur, Mobilisierung der Wirbelsäule.
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Entspannungsübung :
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In Rückenlage die Füsse so an die Wand stellen, dass Unter und Oberschenkel einen rechten Winkel bilden. Mit den Füssen einen leichten Druck gegen die Wand aufbauen und erfühlen, wie sich die Spannung durch den Körper fortpflanzt. Anschliessend die Spannung wieder langsam abbauen.
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Ziel : Körperwahrnehmung, Erfühlen der Muskelanspannung und -entspannung.
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Grundspannung Bauchlage :
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(Ein festes Kissen oder eine zusammengelegte Decke unter den Bauch legen, um ein Hohlkreuz zu vermeiden) Die Stirn liegt auf dem Boden, die Hände auf dem Hintern. Hintern- und Bauchmuskulatur anspannen. Fersen nach hinten schieben, den Kopf etwas anheben und nach vorne herausstrecken. Übungserweiterung : Hände vom Hintern abheben.
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Ziel : Körperspannung und -streckung. Kräftigung der Rückenmuskulatur.
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Bauchlage :
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Die Arme liegen U-förmig neben dem Kopf. Grundspannung aufbauen (wie bei Übung 11), gleichzeitig beide Arme anheben und die Schulterblätter Richtung Wirbelsäule zusammenschieben. Übungserweiterung : Mit den Armen Schwimmbewegungen ausführen.
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Ziel : Kräftigung der gesamten Rückenmuskulatur.
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